Besprechen Sie eine Vorstellung bei uns zunächst mit Ihrem behandelnden Arzt.
Wir organisieren gerne einen Untersuchungs- und Beratungstermin für Sie, um Fragen bezüglich Ihrer medizinischen Probleme zu klären. Bitte bringen Sie Ihre vollständigen Unterlagen mit, insbesondere aktuelle Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen (z.B. als CD oder Ausdruck).
Bei akuten Problemen kann eine Vorstellung in unserem Notfallzentrum erfolgen. Sprechen Sie dies ggf. mit Ihrem behandelnden Hausarzt oder Facharzt ab.
Zum Eigenstudium und allgemeinen Beratung steht allen Interessierten das Patienten-Informationszentrum (PIZ) im Erdgeschoss unseres Hauses zur Verfügung.

Schmerzen
sind nichts Schlechtes - wenn sie denn wieder abklingen. Als Warnsignal leisten
sie einen wichtigen Beitrag, um uns vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen,
wie sie aus Verletzungen und Entzündungen herrühren. Fehlt indes ein Auslöser
und hält der Schmerz über einen langen Zeitraum an, droht er sich zu
verselbstständigen. Er wird zum ständigen Begleiter, der den Patienten zu allen
Tageszeiten heimsucht und ihm nicht nur sprichwörtlich den Schlaf raubt.
So ergeht es vielen Patienten, die das Wirbelsäulenzentrum Trier aufsuchen. In diesem Kompetenzzentrum fließt die Expertise dreier Fachabteilungen des Brüderkrankenhauses ein: Neurochirurgen, Orthopäden und Unfallchirurgen arbeiten Hand in Hand, um den Patienten die bestmögliche Diagnostik und Behandlung zu bieten. Da die Bedeutung der Wirbelsäule immens ist, sind die Beschwerden infolge von Schädigungen der tragenden Säule des Körpers oft erheblich.
Die Wirbelsäule ist aus festen Knochen und
weichem Knorpel geformt. Gleichsam als Verbindung wie als Puffer zwischen zwei
Wirbeln dienen die Bandscheiben. Nicht selten bildet ein Bandscheibenvorfall
den Auftakt einer langwierigen Leidensgeschichte. Bei nicht oder falsch
behandelten Patienten kann der Schmerz fortan das Leben bestimmen. Doch dank eines
neuartigen Verfahrens dürfen die Betroffenen nun auf eine spürbare Linderung
ihrer Beschwerden hoffen: HF 10-Therapie nennt sich die Methode, die im
Brüderkrankenhaus angewandt wird. Kern des Verfahrens ist ein
Schmerzschrittmacher.
Nur kurze Strecken vermochte der Mann noch zurückzulegen, das Gehen fiel ihm zunehmend schwer. Mit der Zeit schränkte sich sein Bewegungsradius ein, doch auch das Stehen geriet für den Rentner zur anstrengenden Angelegenheit. Schmerzen im Rücken, die in die Beine ausstrahlten, machten ihm zu schaffen. Dass er nicht mehr so gut zu Fuß war, schob er anfangs auf sein Alter - bis selbst wenige Schritte ihm alles abverlangten.
Zum Glück für den Patienten, dass er endlich den Weg zum Hausarzt antrat. Der ging auf Nummer Sicher und forderte bildgebende Verfahren an. Eine Magnet-Resonanz-Tomografie schuf Gewissheit: Eine Wirbelkanalstenose bildete die Ursache des Übels, eine Einengung des Wirbelkanals, wie sie hierzulande jeden fünften Menschen im Alter jenseits des 60. Lebensjahrs trifft. "Das ist eine Volkskrankheit", bestätigt Dr. Andy Ottenbacher, Oberarzt der Neurochirurgie und Ärztlicher Koordinator des Wirbelsäulenzentrums Trier im Brüderkrankenhaus. "Es kann jeden treffen", weiß der Mediziner, und es werde immer mehr Menschen treffen. Weil altersbedingter Verschleiß eine wesentliche Ursache für die Bildung einer Stenose ist, wird in einer alternden Gesellschaft die Zahl der Betroffenen eher zunehmen.
Wer verstehen will, weshalb man eine Spinalkanalstenose nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, muss sich Aufbau und Funktion des Wirbelkanals vor Augen führen: Hier verläuft das Rückenmark als Teil des Zentralnervensystems, und weil es sich beim Rückenmark um einen sehr empfindlichen Bereich handelt, über welchen Reize vom Gehirn auf den gesamten Körper weitergeleitet werden, hat der Spinalkanal nicht zuletzt eine schützende Funktion. Kommt es jedoch zu einer Verengung, etwa infolge eines Bandscheibenvorfalls, wird die Weiterleitung der wichtigen Impulse behindert und schlimmstenfalls lahmgelegt. Vielfältige Missempfindungen bis hin zu schwerwiegenden neurologischen Ausfallerscheinungen können die Folge sein; vor allem aber macht sich eine Stenose schmerzhaft bemerkbar.
